Die Reproduktionskrise

plakat_neu_300.jpgDokumentarfilm von Jörg Adolph und Gereon Wetzel, D 2007
Länge: 84 Min. | Sprache: Deutsch
Untertitel: ENG,FRA,ES,POR,RUS
Verfügbarkeit: Welt | Altersfreigabe: FSK 12
Stream: SD (576) | Preis: 2,90 Euro

Eine Regisseurin probt mit sechs Schauspielern ein dokumentarisches Stück mit dem Thema „Kinderwunsch“. Doch wie viel Authentisches verträgt das Regietheater?
Ein Film über die Schwierigkeiten von Reproduktion: auf einer Theaterbühne und im echten Leben.

Filmfest München

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DocCollection 3
DIE REPRODUKTIONSKRISE
Dokumentarfilm von Jörg Adolph und Gereon Wetzel, 84 Min., Deutschland 2007

Die Autorin Mirjam Neidhart interviewt Menschen über  das Thema Kinderwunsch,
und die Regisseurin Simone Blattner probt mit sechs Schauspielern am Hamburger Thalia Theater, um dieses dokumentarische Material auf der Bühne lebendig werden zu lassen. Aber wie viel Authentisches verträgt das Regietheater? Ein doppelt dokumentarischer Blick auf die Schwierigkeiten von Reproduktion – im Leben und auf der Bühne.
Zwischen Familienromantik und Kinderfeindlichkeit, zwischen Babymanie und Kinderphobie spannt sich heute ein gesellschaftlicher Diskurs, der die private Frage nach den individuellen Fortpflanzungswünschen ins Zentrum öffentlicher Auseinandersetzung stellt. „Sein oder Nicht-Sein“ wird im Kurzschluss von Frank  Schirrmacher & Co zur Frage von Kinder haben – oder nicht. „Worüber reden wir eigentlich?“ fragt sich die Autorin Mirjam Neidhart: „Wir reden über Zahlen, wir reden über Anschuldigungen, aber wir reden nicht darüber, was Menschen tagtäglich beschäftigt.“ Aus diesem Mangel heraus, interviewt sie quer durch Bewusstseins- und Altersschichten Menschen zum Thema Kinderwunsch und versammelt Stimmungen und Geschichten in ihrem Theaterstück.
Das Theater indes führt seinen eigenen Diskurs mit dem Rohstoff Wirklichkeit. Bei  der Arbeit an dem Stück drängt sich immer wieder die Frage auf, wie man es selbst mit den Kindern hält und was der Text mit dem eigenen Leben zu tun hat. Die Schauspieler und die Regisseurin sind gespalten zwischen „die Geschichten ernst nehmen“ und „nicht zu langweilen“, zwischen „notwendiger Intimität“ und „falscher Betroffenheit“. Denn die individuellen Schicksale lassen sich nicht so einfach in eine theatrale Form bringen und die erhoffte Authentizität erweist sich im Prozess der Inszenierung als flüchtig.
„Die Reproduktionskrise“ bringt Schauspielarbeit und echte Menschen in einen fiktiven Dialog, konfrontiert Theaterleben mit authentischen Lebensgeschichten, erzählt vom Dokumentarischen im Theatralen und vom Theatralen im Dokumentarischen.

 

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